| Geschichte |
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| Sonntag, 1. Juli 2007 | |||||
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Kleine Historie über die Entstehung und Entwicklung der Verwaisten Eltern
zusammengestellt von Anja Wiese
Es war einmal...
eine Studienleiterin, Dr. Mechtild Voss-Eiser, an der Evangelischen Akademie in Hamburg. Gelder gab es damals, Anfang der 80er Jahre, „in Fülle", sodass sie Studienfahrten sogar in die USA unternehmen konnte. Von einer Studienreise, bei der sie auch „The Compassionate Friends" (TCF) kennen lernte, brachte sie die Idee mit, sich trauernden Menschen zuzuwenden. TCF begleitete und begleitet Eltern, deren Kinder gestorben sind. Die Akademie Nordelbien richtete daraufhin die Studienleitersteile (M. Voss-Eiser) für Trauerbegleitung ein, in Vollzeit.
Und eine Sekretärin stand für diesen Bereich halbtags zur Verfügung. Die Hospizbewegung gab es schon, und damit war der Bereich Sterbebegleitung abgedeckt.
Es stellte sich aber die Frage: was kommt danach? Welche Unterstützung kann es für die Hinterbliebenen geben?
Zunächst wurden Vortragsabende angeboten zu den Themen „Sterben - Tod - Trauer". Es sind trauernde Mütter und Väter gewesen, die nach „mehr" verlangten, nach einem eigenen Forum, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Sie wollten keine vorgefertigten Referate hören, sondern selber über den Tod des Kindes sprechen. So entstand die erste Gruppe für verwaiste Eltern - benannt nach dem einzigen Buch, das es zu dieser speziellen Thematik und zu diesem Zeitpunkt gab: The Bereaved Parent (Die trauernden Eltern), 1977, in der deutschen Übersetzung mit „Verwaiste Eltern" betitelt.
Erste Trauerseminare über ein Wochenende wurden in der Akademie Bad Segeberg 1987 angeboten. Gleichzeitig lief von Hamburg aus eine große Vernetzungsarbeit, mit Menschen in ganz Deutschland, die ebenfalls Gruppen für verwaiste Eltern anbieten wollten und sich Unterstützung bei den „Pionieren" holten. Von Hamburg aus entstanden bundesweit ca. 350 Verwaiste-Eltern-Gruppen. Trauernde Mütter und Väter, die im Bundesgebiet Gruppen leiteten, fragten nach Aus-und Weiterbildung, nach „Handwerkszeug" und Methoden für Gruppenleitung. Daraus entwickelte sich das Angebot der Trauerbegleiterausbildung (TBA) Ende der 80er Jahre. Inzwischen läuft der XI. zweijährige Ausbildungsgang mit 11 internationalen Referenten im Institut für Trauerarbeit (ITA e.V.).
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