Offene Gruppen
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für Mütter und Väter nach dem Suizid eines Kindes
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für Eltern, deren Kinder in der Schwangerschaft oder um die Geburt herum gestorben sind
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für Mütter und Väter nach Schwangerschaftsabbruch
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für Mütter und Väter, deren Kinder durch Gewaltverbrechen gestorben sind
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für Eltern, deren Kinder bei ihrem Tod älter als 30 Jahre waren
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für alle anderen Mütter, Väter und Großeltern eine so genannte „Gemischte“ Gruppe
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für erwachsene trauernde Geschwister ab 18 Jahre
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für erwachsene trauernde Geschwister ab 30 Jahre
Dieses Angebot wird ständig vorgehalten und bei entsprechenden Anfragen wird eine neue Gruppe eingerichtet. Zur Zeit treffen sich 7 offene Gruppen.
Die Gruppen „verstorbene Kinder ab 30“ und „trauernde Geschwister ab 30“ kommen nur sporadisch zustande, die anderen Gruppen immer. Großeltern sind eine Ausnahme und werden in die „gemischte“ Gruppe integriert. Zu allen Gruppen muss eine Anmeldung erfolgen. Die Teilnehmer melden sich telefonisch an oder werden nach Einzelgesprächen mit mir oder der zuständigen Gruppenleiterin der entsprechenden Gruppe zugeführt.
Diese Gespräche sind kostenlos, weil sie zum größten Teil von mir in meiner Arbeitszeit geführt werden. Manche Eltern überweisen danach eine Spende an den Verein. Einige Gruppenleiterinnen führen ihre Vorgespräche ehrenamtlich und kommen dazu in die Vereinsräume. Das machen sie freiwillig, die Vorgespräche sind nicht verpflichtend. Alle Leiterinnen haben aber immer ein Telefongespräch mit den Trauernden vor einem Treffen geführt.
Dazu geben wir den Anfragenden die Telefonnummer der Leiterin oder sagen den Betroffenen, dass sie angerufen werden von der für sie zuständigen Leiterin (das Procedere richtet sich nach den Wünschen und Möglichkeiten unserer Leiterinnen).
Wenn es 2 oder 3 Anfragen für eine bestimmte Gruppe gibt, führt die Leiterin so genannte „Brückengespräche“ mit den Trauernden in unseren Räumen, bis eine Gruppe dann mit 5 oder 6 Teilnehmern ganz offiziell als offene Gruppe startet. Die Brückengespräche „überbrücken“ die Zeit von der Anmeldung bis zum Gruppenbeginn. Eine Gruppe bleibt so lange eine offene Gruppe, bis mindestens 12 Teilnehmer zusammen sind.
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass dann im Schnitt acht Teilnehmer an einem Abend teilnehmen (Krankheit, Urlaub, Kur, andere Verpflichtungen). Ausnahmen sind möglich – wir arbeiten prozessorientiert! Das heißt, bei erforderlichen Abweichungen sprechen die Gruppenleiterinnen mit mir, ich transportiere die Anliegen in den Vorstand zur Beschlussfassung.
Wenn eine Gruppe geschlossen worden ist, das heißt, dass keine weiteren Teilnehmer aufgenommen werden können, wird sofort eine nächste neue offene Gruppe mit einer anderen Leiterin installiert. So entstehen für Trauernde kaum Wartezeiten für eine Gruppenteilnahme.
Feste Gruppen
entstehen – siehe oben – nur aus den Entwicklungen in den offenen Gruppen. Ihre Gründung hängt auch davon ab, wie regelmäßig und verlässlich die Teilnehmer kommen. Manchmal bildet sich rasch ein konstanter „Kern“, manchmal gibt es lange eine große Fluktuation.
Zur Zeit treffen sich neben den offenen Gruppen zehn feste Gruppen ( zwei Suizidgruppen, vier Babygruppen, drei gemischte Gruppen, eine erwachsene Geschwistergruppe). Zusätzlich gibt es in Kooperation mit dem Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. fünf Gruppen für trauernde Kinder und Jugendliche.
Zeit und Dauer
Die Gruppen sind unterschiedlich lange offen – zwischen 3 Monaten und 1 ½ Jahren, je nach Anfragen und Verhalten der Trauernden. Wobei die 1 ½ Jahre bisher einmalig gewesen sind. In zwei weiteren Ausnahmefällen sind die Gruppen gleich als geschlossene angefangen, weil innerhalb kürzester Zeit erschütternd viele Anmeldungen vorlagen (Suizid und Babytod).
Die Gruppen treffen sich zweimal im Monat zu festen Terminen für 2 bis 3 Stunden.
Die Gruppe Gewaltverbrechen trifft sich viermal im Jahr für fünf Stunden (so sind die Möglichkeiten, weil die Teilnehmer aus ganz Deutschland kommen).
Die festen Gruppen sind maximal 3 Jahre zusammen. Davon die Babygruppen im Schnitt bis 1 ½ Jahre, weil die zumeist jungen Leute wieder schwanger und sehr vom Leben gerufen werden. Die Trauer von anderen Eltern ist durchgängiger - besonders, wenn das einzige Kind oder alle Kinder gestorben sind.
Nach dem Abschied aus einer fortlaufenden festen Gruppe lädt die Leiterin noch dreimal in dem darauf folgenden Jahr zu einem Treffen ein. Auch danach können die Eltern unserer Arbeit nah bleiben durch die Besuche unserer Veranstaltungen, der Trauerseminare, des Weltgedenkgottesdienstes und als Mitglieder auch über unsere Rundbriefe.
Die Gruppenleiterinnen
haben fast alle die zweijährige Trauerbegleiterausbildung (TBA) des Hamburger Instituts für Trauerarbeit (ITA) e.V. absolviert.
Die wenigen Ausnahmen sind Psychologinnen, die während ihres Studiums bei uns ein Jahrespraktikum gemacht haben. Sie nehmen verpflichtend einmal im Monat für drei Stunden an den vom Verein bezahlten Supervisionen teil (externe Supervisorin) und werden über ihre Informationsfächer im Haus über alle relevanten Dinge informiert, wie z.B. Neuerscheinungen von Büchern, Einladungen, Presseveröffentlichungen, Vorstandsbeschlüsse etc.
Sie haben ein reiches „Equipment“ für ihre Arbeit zur Verfügung, mehrere Ordner mit Texten und methodischen Anregungen, eine Bibliothek mit über 900 Titeln zum Thema, eine Videothek und DVDs, alle Arbeitsmaterialien wie Tücher, Kerzen, Papier und Stifte aller Art, Ton, Bastelmaterial, reichhaltige Musikauswahl.
4x im Jahr findet ein mehrstündiges Gruppenleitertreffen statt mit Impulsreferaten von externen Referenten und einem Gesprächsaustausch mit Anregungen und Themen für die Gruppenarbeit.
Finanzen
Ab dem Zeitpunkt der Brückengespräche zahlen die Trauernden einen Beitrag von 10,00€ pro Person und Abend. Sollten Mütter oder Väter dazu nicht in der Lage sein, können sie selbstverständlich dennoch teilnehmen. Das heißt: Jeder Trauernde, der das möchte, kann an einer Gruppe teilnehmen.
Die Mitgliedschaft in unserem Verein ist keine Voraussetzung zur Gruppenteilnahme, aber viele Eltern treten dem Verein gern bei.
Die Gruppenleiterinnen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 60,00€ pro Gruppenabend und müssen Mitglied im Verein sein.
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