Beratung, Begleitung und Kontakt für trauernde Eltern und Kinder
Gruppe Gewaltverbrechen
Im Sommer 2oo8 bot mir Anja Wiese, die ich durch meine Ausbildung zur Trauerbegleiterin schon gut kannte, an, sie in der Gruppe Gewaltverbrechen zu unterstützen, da sich die Gruppe - seit ihrem Bestehen 2006 - inzwischen ziemlich vergrößert hatte. Ich zögerte zuerst, da ich mir die Vereinbarkeit dieser verantwortungsvollen Aufgabe mit meiner aufreibenden Tätigkeit als Lehrerin in einer sozialen Brennpunktschule mit Jugendlichen nicht so recht vorstellen konnte. Diese Denkrichtung ging allerdings von meinem Verstand aus, mein Herz sagte sofort: „Ja!“. So überschlief ich Anja Wieses Angebot auch nur eine Nacht und sagte zu.
Bei den Vorbereitungen mit Anja für unseren ersten gemeinsamen Gruppennachmittag in der Bogenstraße, ich glaube es war ein Montag, konnte ich – Anja war kurz in ein anderes Zimmer gegangen, da sie ein Buch holen wollte – meine geliebte Tochter Friederike, die 2001 von ihrem Exfreund ermordet worden war, ganz deutlich spüren. Sie beglückwünschte mich zu meiner Entscheidung! Ich war selig.
Ich bin nun schon über 2 Jahre bei der Gruppe Gewaltverbrechen mit dabei. Es erfüllt mich mit innerer Freude und gibt mir Sinnhaftigkeit, dass ich einen Teil von dem, was ich einst selbst bei den Verwaisten Eltern an Hilfestellung und Zuwendung erlebt habe, als ich durch tiefsten Schmerz ging, weitergeben darf. Zusätzlich ist es eine besondere Chance neue positive Sichtweisen, die ich mir mühsam durch die leidvollen Erfahrungen erarbeitet habe, als Möglichkeiten anzubieten.
Diese Treffen finden 4x im Jahr statt. Sie sind nicht häufiger und liegen immer auf einem Samstag, damit alle betroffenen Eltern, Mütter, Väter aus ganz Deutschland anreisen.
Damit sich das lange Anfahren auch lohnt sind diese Gruppennachmittage auch vierstündig: von 13.00 – 17.00 Uhr, mit einer Kaffee-, Tee-, Kuchenpause. Zu Beginn, beim Eintreffen, werden auch erst einmal Getränke gereicht. Im Vordergrund stehen natürlich die Kinder, deren Abbild in Herz-Rosenkissenfotos eingebettet um die immer wieder variierende Mitte, je nach Themenschwerpunkt, liegen. Jedes Elternteil zündet für sein Kind eine Kerze an. Im Mittelpunkt stehen selbstverständlich die Gespräche und der Austausch zwischen den Müttern und Vätern. Aber auch wichtige Informationen werden weitergereicht.
Meist sind die individuellen und oft so erschütternd traurigen Berichte sehr berührend und ergreifend und viele Tränen fließen; aber es ergeben sich auch manches Mal Situationen, in denen gelacht werden darf.
Ich bin sehr dankbar, dass ich teilnehmen, aktiv zuhören und Leid m i t t e i l e n darf.
Termine
26. Februar 2012
Schlittschuhlaufen für Kinder und Jugendliche in Farmsen
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29. Februar 2012
Abschiedsfeier für still geborene Kinder auf dem Friedhof Öjendorf
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30. Mai 2012
Abschiedsfeier für still geborene Kinder auf dem Friedhof Öjendorf
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29. August 2012
Abschiedsfeier für still geborene Kinder auf dem Friedhof Öjendorf
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31. August bis 02. September 2012
Jugendwochenende
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23. – 25. November 2012
Trauerseminar mit Kindern
28. November 2012
Abschiedsfeier für still geborene Kinder auf dem Friedhof Öjendorf
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07. – 09. Dezember 2012
Trauerseminar nur für Erwachsene
09. Dezember 2012
Weltgedenkgottesdienst
Neuigkeiten
Gruppe für Mütter und Väter, deren Kinder an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben sind
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Neues Angebot für Väter und Männer
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Gruppe Gewaltverbrechen
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